Urologische Gemeinschaftspraxis Augsburg
Dres. Rothamel, Nippold, Fretschner und Manski

urologen augsburg

Endoskopie in der Urologie

Die Endoskopie (griechisch für innere Beobachtung) bedeutet in der Urologie die Begutachtung und Operation über die Harnwege. Die Endoskopie ist somit eine klassische minimal-invasive Methode, sie kommt ohne jeglichen Hautschnitt aus. Die Endoskopie hat in der Urologie eine sehr lange Tradition, sie begann mit der Etablierung des Zystoskops durch den Dresdner Arzt Nitze im Jahre 1879.

Wenn immer möglich, werden Sie in unserer Praxis mit endoskopischen Methoden behandelt, falls eine Operation notwendig ist. Termine für eine Beratung erhalten Sie unter der Telefonnummer 08 21 / 51 22 00 oder über unseren Online-Terminplaner. Alle Ärzte unserer Praxis verfügen über eine herausragende operative Erfahrung in unten genannten Methoden, welche wir Ihnen kurz vorstellen wollen:

Harnblasenspiegelung (Zystoskopie)

Abbildung Zystoskopie

Die Harnblasenspiegelung ist einer der wenigen endoskopischen Eingriffe, welche ohne Narkose durchgeführt werden können. In unserer Praxis kommen flexible Instrumente zum Einsatz, welche besonders schonend und schmerzarm sich der Form der Harnröhre anpassen können. Die Harnblasenspiegelung ist wichtig für die Untersuchung, wenn Sie Blut im Urin bemerken oder bei Störungen der Harnblasenentleerung.

Harnleiterspiegelung (Ureterorenoskopie)

Abbildung Harnleiterspiegelung

Die häufigste Anwendung der Harnleiterspiegelung ist die Diagnose (und Therapie) von Harnsteinen, Harnleiterengen oder Tumoren. Mit Hilfe von Miniaturinstrumenten oder durch die Anwendung von Laserenergie können Harnsteine entfernt werden oder Proben von verdächtigem Gewebe entnommen werden. Sie profitieren von der Therapie durch eine Harnleiterspiegelung durch eine sehr schnelle Erholung, meist beträgt der Aufenthalt im Krankenhaus nur 24–36 Stunden (eine Übernachtung). Zur Sicherung des Harnabflusses nach einer Harnleiterspiegelung ist oft die Einlage einer Harnleiterschiene (DJ-Schiene) notwendig, welche nach 2–4 Wochen in unserer Praxis entfernt wird.

Harnröhrenschlitzung (Urethrotomia interna)

Abbildung Harnröhrenschlitzung

Die Harnröhrenschlitzung ist eine einfache und erfolgreiche Therapiemaßnahme bei Harnröhrenengen, welche durch Verletzungen oder Infektionen entstehen können.

Entfernung von Harnblasentumoren (transurethrale Resektion Harnblase, TURB)

Abbildung transurethrale Resektion Harnblase, TURB

Als Blasenkrebs (Harnblasenkarzinom) werden von der Harnblase ausgehende bösartige Tumoren bezeichnet. Die häufigsten Ursachen für Blasenkrebs sind unter anderen chronische Entzündungen, Rauchen oder bestimmte chemische Substanzen (Farben). Die erste Therapiemaßnahme bei Blasenkrebs ist die Elektroresektion der Harnblasentumoren. Das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung bestimmt die weitere Therapie.

Entfernung der gutartigen Prostatavergrößerung (transurethrale Resektion Prostata, TURP)

Die gutartige Vergrößerung der Prostata führt über die Einengung der Harnröhre zu Beschwerden bei der Harnblasenentleerung bis zu einem Harnvlerhalt, welcher die Einlage eines Dauerkatheters notwendig macht. Wenn Medikamente bei der Behandlung nicht mehr effektiv sind, kann durch eine Operation über die Harnröhre die Prostatavergrößerung entfernt werden. Umgangssprachlich spricht man von einer Prostatahobelung. Eine weitere Therapiealternative ist die Lasertherapie der Prostata, welche sich bei Patienten mit Blutverdünnung anbietet. Wir können Ihnen alle etablierten Therapieverfahren bei gutartiger Prostatavergrößerung anbieten. Sprechen Sie mit uns, wenn Sie unter Prostatabeschwerden leiden. Wir beraten Sie gerne über die geeigneten Verfahren in Abhängigkeit von Ihren Beschwerden, Prostatagröße und Nebenerkrankungen.

Entfernung von großen Nierensteinen über die Haut (perkutane Nephrolithotomie, PNL)

Abbildung Entfernung von großen Nierensteinen über die Haut (perkutane Nephrolithotomie

Früher musste die Niere über einen Flankenschnitt freigelegt werden, um einen großen Nierensteinen zu entfernen. Die Operation war sehr belastend und die wiederholte Steinerkrankung gefährdete die Nierenfunktion. Mit Hilfe moderner endoskopischer Techniken können die meisten Nierensteine über den Harnleiter entfernt werden (siehe oben unter Harnleiterspiegelung). Sehr große Nierensteine werden mit Hilfe der Lasertherapie durch einen kleinen Kanal direkt in die Nieren behandelt. Die Methode ist zwar etwas aufwendiger als eine Harnleiterspiegelung, dafür gelingt aber die Entfernung von großen Steinen in meist einer einzigen Sitzung, ohne dass danach eine Harnleiterschiene gelegt werden muss.